Rechnungsprüfungsausschuss befasste sich mit Sportinternaten

In den Jahren 2009 und 2014 wurde der Betrieb der Internate und Mensen der Sportschulen Sachsen-Anhalts an drei Standorten in Halle und Magdeburg öffentlich ausgeschrieben. Den Zuschlag erhielt jeweils der Landessportbund (LSB), für den die Ausschreibungen quasi maßgeschneidert waren.

Eine Mindestanforderung darin lautete: „Erfahrungen beim Angebot und der Herstellung sportgerechter Ernährung/Verpflegung“. Was der LSB diesbezüglich in seinem Angebot formulierte, konnte sich auch durchaus sehen lassen. So führt er u.a. aus, dass „…Mahlzeiten für Sportler unterschiedlichen Alters (meist 11 bis 19 Jahre) und unterschiedlicher Sportarten mit unterschiedlichen Trainingsschwerpunkten, -umfängen, -intensitäten in unterschiedlichen Trainingsphasen angeboten werden müssen. Die entsprechenden Unterschiede im Energie- und Nährstoffbedarf müssen hierbei berücksichtigt werden...“. Klingt plausibel vor dem Hintergrund des Zusammenhangs von zielgerichteter Ernährung und sportlicher Leistungsfähigkeit.

Doch was kam in den Sportmensen in Magdeburg und Halle tatsächlich auf den Teller? Zum Beispiel Currywurst mit Pommes, Burger, Hot Dogs und Pizza. Diese Mahlzeiten bzw. Snacks waren im Übrigen nicht nur für alle Sportler identisch, sie wurden i. d. R. auch vom Großhändler angeliefert und vor Ort nur noch erwärmt. Für den Landesrechnungshof ist das eine klare Vertragsverletzung.

Als weitere Vertragsverletzung stellte der Landesrechnungshof in seinem Bericht fest, dass kein pädagogisches Gesamtkonzept für die Internatsschüler dokumentiert wurde. Insofern ist die Landesverwaltung aufgefordert, alle Verträge bzw. die damit zusammenhängenden Unterlagen, Kalkulationen und Verfahren zeitnah zu prüfen und möglichst noch in der laufenden Vertragsperiode anzupassen. In seiner heutigen Sitzung hat sich der Unterausschuss Rechnungsprüfung u.a. mit diesem Thema beschäftigt.

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