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Senatsaußentagung in Wernigerode

Der Borkenkäfer verwandelt die Fichten im Harz zunehmend in grau-braune, nadellose Baumskelette. Insbesondere alte Bäume (60 +) sind für den Schädling ein gefundenes Fressen. Hier liegt das Problem: Die Fichten wurden in großer Zahl, Mitte des 20. Jahrhunderts gleichzeitig angepflanzt. Jetzt können sie nicht mehr genug Harz absondern, um den Käferlarven zu trotzen. Waldbesitzer und Holzunternehmer betrachten den Borkenkäfer aufgrund der wirtschaftlichen Folgen als großes Problem.

Nationalparkvertreter sehen in dem Insekt trotzdem einen Nutzen - hin zu einem neuen Mischwald im Harz. Der Leiter der Nationalparkverwaltung Andreas Pusch spricht aktuell von einem "Wald im Wandel". Der Borkenkäfer ist dabei aber nur eine Facette. Hinzu kommen vermehrt heftige Sturm- und Hitzeereignisse, die deutliche Spuren im Harz hinterlassen.

Am 3. September machten sich die Rechnungshöfe von Sachsen-Anhalt und Niedersachsen bei einer gemeinsamen Außentagung ein Bild von der Lage im Nationalpark. Fakt ist: Die Kosten für die Aufarbeitung der Schäden, für Schutzmaßnahmen und Schädlingsbekämpfung sowie Wiederaufforstung und Waldumbau könnten Privatwaldbesitzer und Länderhaushalte langfristig erheblich belasten. Gleichzeitig gehen die Einnahmen aus Holzverkäufen nach dem Einbruch der Holzpreise stark zurück. Die finanziellen Auswirkungen auf die Landeshaushalte bleiben abzuwarten.

Die Senate beider Rechnungshöfe verfolgen mit Außentagungen das Ziel, sich unmittelbar vor Ort über die Verwendung öffentlicher Gelder zu informieren und darüber mit den beteiligten Akteuren direkt ins Gespräch zu kommen. Beide Rechnungshöfe planen für die Zukunft zudem weitere gemeinsame Prüfungen.

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