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Viertes Fachgespräch Finanzen

Seit Ausbruch der Corona-Pandemie stiegen die Ersparnisse der Europäer auf ein Rekordhoch. Ein Grund dafür sind die eingeschränkten Konsummöglichkeiten. So treiben die anhaltenden Lockdown-Maßnahmen ebenso wie die Reisebeschränkungen die Sparquoten der Verbraucher in die Höhe. Das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) fragt sich deshalb: Folgt der Pandemie ein Konjunkturaufschwung?

Um diese zentrale Frage rankte sich unser 4. Fachgespräch Finanzen. Professor Reint E. Gropp, Präsident des IWH Halle und Inhaber eines Lehrstuhls für Volkswirtschaftslehre, hat in diesem Zusammenhang seine aktuellen Forschungsergebnisse vorgestellt. Ja, es wird einen Aufschwung geben, ist sich Prof. Gropp sicher, auch wenn es sich bei seiner Studie natürlich um eine kurzfristige Betrachtung handele.

Fakt ist: Bei den Deutschen liegen normalerweise rd. 10 Prozent des Bruttosozialproduktes auf der hohen Kante. Während der Corona-Krise hat sich dieser Wert verdoppelt.  Die Zahl der Insolvenzen wiederum, ist in der Krise nicht nur nicht gestiegen, sondern sogar zurückgegangen. Die Maßnahmen der Bundesregierung wirken also offenbar. Beide Faktoren zusammen stimmen Prof. Gropp vorsichtig optimistisch: „Es könnte natürlich auch ein konjunkturelles Strohfeuer nach der Pandemie werden, weil die Leute schnell ihr Pulver verschießen, das muss es aber nicht.“

Veranstaltet wurde das Fachgespräch diesmal als Hybridveranstaltung, d.h. mit einigen Besuchern vor Ort und der erweiterten Möglichkeit sich per Videokonferenz zuzuschalten. Teilgenommen haben rund 40 Finanzexperten, Landes- und Kommunalpolitiker.

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