Vor diesem Hintergrund trafen sich Landesrechnungshofpräsident Kay Barthel und Haushalts-Referatsleiterin Dr. Annett Faust am 15. September mit ihren oberösterreichischen Kollegen Rudolf Hoscher (Direktor) und Elke Anast (Vizedirektorin). Im Zentrum des diesjährigen Treffens stand der digitale Wandel in der Finanzkontrolle.
Kay Barthel stellte seinen österreichischen Kollegen ein neues Auswertungstool des sachsen-anhaltischen Rechnungshofes vor. Die Software unterstützt die Kommunalprüfung bei den örtlichen Erhebungen mithilfe standardisierter Checklisten. Ein besonderer Clou: Während Prüfungsdaten in wiederkehrenden Bereichen wie Personal, Vergabe oder Organisation erfasst werden, generiert das Tool dank hinterlegter Textbausteine automatisch die passende Prüfungsmitteilung. Nach ersten Testläufen und Schulungen seit 2025 fällt das bisherige Fazit durchweg positiv aus, sodass die Arbeit an dem Projekt fortgesetzt wird.
Die österreichischen Gastgeber informierten ihrerseits über den Einsatz Künstlicher Intelligenz beim Prüfen, insbesondere über das wegweisende Modellprojekt TSI. Auch in puncto Bürgerinformation zeigen sie sich innovativ: Ein direkt auf der Internet-Startseite integriertes Dashboard bereitet wesentliche Haushaltsdaten übersichtlich und leicht verständlich für die Öffentlichkeit auf.
Neben den Software- und KI-Projekten kam auch der übergreifende Erfahrungsaustausch nicht zu kurz. So wurde insbesondere über drängende Zukunftsthemen der Verwaltungspraxis diskutiert, darunter moderne Strategien zur Personalgewinnung, nachhaltiger Wissenstransfer sowie die Gestaltung flexibler Arbeitsplätze im Sinne von New Work.