Zentrales Thema des diesjährigen Treffens waren die modernen Arbeitswelten. Seit der Corona-Pandemie wurden Homeoffice und Telearbeits-Möglichkeiten in der Verwaltung deutlich ausgeweitet. Die Einführung der E-Akte ist vorangeschritten, Videokonferenzen gehören zum Arbeitsalltag. Das muss sich nach Ansicht der Rechnungshöfe nun auch in reduzierten Flächenbedarfen widerspiegeln. Denn nur so können die Betriebskosten und der CO₂-Ausstoß sinken.
„Diesen Wandel erleben auch wir ganz aktuell durch den Umzug in unsere neue Außenstelle“, sagt Dr. Annett Faust, die für den Rechnungshof Sachsen-Anhalt an dem Treffen teilgenommen hat. „Durch die Einführung flexibler Büros wird eine Balance zwischen dem Ruf der Bediensteten nach mehr Flexibilität und den Interessen der Dienststelle an einer effektiven Flächennutzung hergestellt."
Ein weiteres Thema war der spürbare Generationswechsel in vielen Rechnungshöfen. Der Abschied vieler verdienter Kolleginnen und Kollegen stellt die Personalstellen vor große Herausforderungen: Wie finde ich gut qualifizierte Nachfolger in Zeiten des Fachkräftemangels? Welche Recruiting-Strategien sind erfolgversprechend? Wie organisiere ich den Wissenstransfer? Immerhin kann man das Prüfgeschäft selbst auch nur beim Rechnungshof erlernen.
Und natürlich wurde auch über das Thema Künstliche Intelligenz diskutiert. Welche Chancen bietet ein KI-Einsatz in der Verwaltung und wo sind seine Grenzen? Einige Rechnungshöfe arbeiten zwar schon an gemeinsamen Pilotprojekten. Bis zu einer alltagstauglichen Anwendung in den Rechnungshöfen ist es aber noch ein weiter Weg.




